Meditieren entspannt den gesamten Körper und sorgt dafür, dass der Blutdruck sinkt. Nachweislich ist dies auch im Auge der Fall: Auch hier verringert sich der Druck. Dementsprechend können gerade Menschen, die unter Grünem Star, also Glaukom, leiden, von Meditation profitieren.

Forscher gehen schon länger davon aus, dass psychischer Stress eine der größten Ursachen für den erhöhten Druck im Auge sein könnte. Dementsprechend, so schlossen Forscher, wirkt sich das, was psychischen Druck verringert, auch positiv auf die Augen aus.

Die Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des All India Institute of Medical Science Neu Delhi führten hierzu eine Studie mit 90  Betroffenen in zwei Gruppen durch. Eine führte jeden Morgen unter Anleitung eine Stunde lang Meditation mit Atemübungen durch.

Gleichzeitig nahmen diese Patienten weiterhin Augentropfen gegen zu hohen Augeninnendruck. Die zweite Gruppe wendete nur diese Tropfen an. Schon nach drei Wochen zeigte sich eine Wirkung bei der Meditationsgruppe: Bei 75 Prozent der Teilnehmer in dieser Gruppe verringerte sich der Augeninnendruck um ein Viertel. Zudem waren sie deutlich entspannter.

Aber was ist der Grund für diese Verbesserungen? Stehen Sie unter Stress, dann wird auch das Gewebe im Auge entschieden schlechter mit Blut versorgt. Hinzu kommen Stresshormone, die den Blutdruck erhöhen und dafür sorgen, dass auch der Druck in den Adern im Auge steigt.

Die Folge:

Die kleinen feinen Gefäße im Auge verengen sich.
Meditation dagegen verringert den Stress, dadurch kann sich der Druck im Auge normalisieren. Augapfel und Sehnerv werden besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.