Der Blutwert, der bei meinen Patienten am häufigsten unterhalb des erwünschten Optimums liegt, ist der Gesamt-Eiweißspiegel. Noch vor hundert Jahren haben unsere Ur-Großeltern mehr als das Doppelte der heute benötigten Kalorien aufgenommen. 4.000 bis 5.000 verbrauchte Kalorien täglich waren früher die Regel. Damals wurden diese Kalorienmengen aufgefüllt mit „Arme-Leute-Essen“, wie Pellkartoffeln mit Quark, mit Bohnen und Linsen. Und das sind wahre Eiweißbomben.

Der heutige Kalorienbedarf liegt bei ca. 1800 Kalorien, und der wird gedeckt mit anderen Kalorien. Die Folge: Unser Gesamt-Eiweißspiegel im Blut sinkt. Optimal wären Eiweißwerte im Blut über 7,7 g/dl. Bei tieferen Werten baut der Körper aber ab. Muskeln schwinden, Osteoporose wird beschleunigt, die aufbauenden Hormone – allesamt vom Eiweiß abhängig – werden weniger produziert. Darum streben wir Eiweißwerte im Blut an, die im oberen Normbereich liegen. Mit normalem Essen schafft man das heute kaum noch.

Darum empfehle ich meinen Patienten, täglich einen bis zwei Esslöffel einer eiweißhaltigen Nahrungsergänzung einzunehmen, die reich ist an essenziellen gehirnaktiven Aminosäuren. Es dürfen aber keine belastenden Zusatzstoffe wie Harnsäure, Cholesterin oder Triglyceride enthalten sein. Merke: Eiweiß ist Lebenskraft!

Ihr

Dr. med. Michael Spitzbart